23.02.2022 I Abschied

Abschied – Ein Nachruf von Projektkoordinatorin Christine Klemm

Rolf Simon hat kurz nach seinem 64. Geburtstag nach wenigen Monaten schwerer Krankheit seine Lebensreise auf dieser Erde beendet.

Seit Juli 2017 war er mit großer Begeisterung beim Malen im Projekt „Kunst macht sichtbar“ und seit Mai 2021 bei „Kultur für ALLE“.

Während dieser Zeit konnte er sich einen neuen Erlebnis -und Erfahrungsraum eröffnen, als Perönlichkeit mit besonderen Fähigkeiten und Gaben in seinen Bildern sICHtbar werden, neue Kontakte und Beziehungen aufbauen. Mit seiner Wesensart, seiner Lebensfreude und seinen Kunstwerken hat er unsere Welt bereichert und bleibt uns als Schatz erhalten.

Malen am Flutgraben, in Drackendorf und in der Schule (Emil-Wölk- Straße 11). Arbeiten mit Ton in der Musik und Kunstschule mit Sibylle Mania.

„Da machen wir die Ausstellung!“ – in der Magistrale vom UKJ, im Wohnpark „Lebenszeit“, in der Stadtverwaltung, in der Galerie Jenoptik, In der THuLB, im Haus der PARITÄT, in den Räumen des Thüringer Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen in Erfurt ( sogar mit einem kleinen Beitrag im mdr Thüringen Journal),im Atrium des Universitätsklinikum Jena, in der Erfurter Michaeliskirche und im Landeskirchenamt, in den Einrichtungen der SBW Lebenshilfe Jena… überall hängen sie, die Bilder und Zeichnungen von Rolf Simon. Sommerwiesen, Bratwürste, Reisekoffer, Glühwürmchen, der Springwald und die Himbeeren an der Nacht… der letzte Mal – Tag am 26.11.2021.

Auf der Staffelei steht sein letztes Bild – die Herbstwiese.

Nie wieder malen.

Dieses „nie wieder“ macht uns sehr traurig.

Rolf Simon war ein besonderer Mensch, ein Mann mit ganz eigenen Vorstellungen, mit einem festen Willen, einer reinen Seele voller Lebensfreude und ganz im SEIN. Er wird einen besonderen Platz in unseren Herzen behalten und darin lebendig sein.

Sie werden weiter blühen, die Wiesen von Rolf Simon… immer wieder.

Christine Klemm, 15.02.2022